Ansaugspinne und Drosselklappe
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Dank dem Baukastensystem bei den TU-Motoren gibt es hier mit Serienteilen eine Möglichkeit der Leistungssteigerung für die kleinen Modelle mit Einspritzmotor. Durch größere Ansaugkanäle und eine größere Drosselklappe kann der Motor pro Zeiteinheit mehr Luft ansaugen und dadurch höhere Spitzendrehzahlen oder höhere Füllungsgrade bei gleicher Drehzahl erreichen. Dabei ist allerdings das korrekte Maß wichtig, denn zu weite Ansaugkanäle führen zu Verlusten im unteren Drehzahlbereich. Allgemein gilt enge, lange Ansaugwege führen zu hohem Drehmoment in niedrigen Drehzahlen und weite, kurze Ansaugwege ergeben hohe Leistung bei hohen Drehzahlen.
Im Serienzustand sind folgende Teile verbaut:
| Motortyp | Drosselklassendurchmesser [mm] | Durchmesser Kanäle in der Ansaugspinne [mm] | Durchmesser Kanäle im Zylinderkopf [mm] |
|---|---|---|---|
| TU9M (1.0, 45PS) | 30 | 24 | 24 |
| TU1M (1.1, 60PS) | 36 | 26 | 30 |
| TU3M(C) (1.4, 75PS) | 36 | 26 | 30 |
| TU3M(C) (1.4, 75PS) | 40 | 30 | 33 |
Die Tabelle zeigt das traurige Ergebnis der Großserienproduktion. Nur am 1.0er Motor stimmt der Kanaldurchmesser von Ansaugspinne und Zylinderkopf überein, jedoch sind die Abweichungen beim Guß so groß, daß auch hier kein vernünftiger Ansaugkanal entsteht. Für den 1.0er Motor bietet sich daher die Verwendung der 1.1er Ansaugspinne mit 36er Drosselklappe an, dieser Umbau wurde im AX-Forum bereits mehrfach mit Erfolg vorgenommen und beschert dem kleinen Motor spürbar mehr Drehmoment und auch etwas mehr Spitzenleistung.
Für den 1.1er Motor und die 1.4er Motoren mit der kleinen Drosselklappe bietet sich die Verwendung einer 1.4er Ansaugspinne mit 40er Drosselklappe an. Dann passt sogar der Durchmesser der Ansaugspinne einigermaßen zu den Kanälen im Kopf. Über diese Maßnahme sind keine Ergebnisse bekannt, der Effekt dürfte aber ähnlich sein wie am 1.0er Motor mit 1.1er Ansaugtrakt.
Ich selbst habe an einem 1.0er Motor mit 1.1er Zylinderkopf eine aufgeriebene Ansaugspinne vom 1.1er ausprobiert. Dazu wurde vom Zylinderkopf ein Abbild der Kanäle angefertigt und an der Ansaugspinne angerissen. Danach wurden die Kanäle mit einem Fräser aufgerieben. Später kam die Erweiterung des mittigen Lochs für die Drosselklappe auf 40mm hinzu. Der Motor drehte mit der so bearbeiteten Ansaugspinne ohne Absinken des Drehmoments bis 7500. Leider konnten wegen des nicht ausreichend erleichterten Ventiltriebs keine Untersuchungen bei höheren Drehzahlen stattfinden. Im genannten Bereich wurden minimale Verbesserungen ab ca. 5000 Umdrehungen pro Minute mit der größeren Drosselklappe festgestellt. Später stellte sich heraus, daß der Durchlaß am über der Drosselklappe sitzenden Einspritzventil nicht ausreicht, um eine 40er Drosselklappe ausreichend zu versorgen, darauf soll im nächsten Absatz noch näher eingegangen werden.
Am im Februar 2006 in Betrieb genommenen 1.1er Motor wurde eine an den Zylinderkopf angepasste Ansaugspinne mit 40er Drosselklappe verwendet. Dabei wurden nach der groben Anpassung Kopf und Ansaugspinne als ein Teil bearbeitet, um einen möglichst glatten Übergang an der Dichtfläche zwischen den beiden Teilen zu erhalten. Dies geht bei ausgebauten Ventilen mit einer biegsamen Welle durch den Ventilsitz sehr schön. Der Motor drehte mit dem verbauten Getriebe (AX Sport, Sport-Radsatz, Differentialübersetzung 14/60) und den Reifen im Format 145/70R13 etwa 6700 Umdrehungen pro Minute im 5. Gang auf der Autobahn. Durch eine Erweiterung der Drosselklappe und eine Anpassung im angesprochenen Bereich um das Einspritzventil konnte nochmals eine erhebliche Leistungssteigerung erreicht werden, so daß jetzt bei identischen Bedingungen etwa 7000 U/min erreicht werden.
Bilder folgen, wenn ich weiß wie man sie einbindet...
So werden Bilder eingebunden: [1]

